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Liebe Leserinnen und Leser,

Nein, wir sind keine Nostalgiker. Wir gehören nicht zu denen, die mehr in der Vergangenheit leben als in der Gegenwart. Wir sind nicht solche, die immer nur jammern, dass früher alles besser gewesen sei; die Kirchen voller, die Sommer heißer, die Winter kälter. Selbst die Zukunft sei nicht mehr das, was sie früher einmal war. Nein, solche Leute sind wir nicht!

Und doch leben wir aus der Geschichte. Das gehört zum Wesen unseres Glaubens dazu. Immer dann, wenn Christen zur Eucharistie zusammenkommen, geschieht „Memoria“ zu deutsch: Erinnerung, sie gedenken des Todes und der Auferstehung des Herrn. In jeder Heiligen Messe am Sonntag wie am Werktag.
Doch dieses Erinnern darf sich noch weiter entfalten. Das beginnt mit dem Gedenken an Gottes rettende Tat für sein Volk Israel am Schilfmeer, geht weiter durch die Jahrhunderte über die Erinnerung an Gottes gutes Handeln in seinem Sohn Jesus Christus und reicht hin bis zur Erinnerung an das, was Gott in meinem eigenen Leben getan hat. Wer sich nicht an Gottes Tun erinnern kann, sondern nur an seine eigenen Leistungen, wird seinen Glauben bald verloren haben.
In der Heiligen Schrift, in der Liturgie der Kirche oder bei den Kirchenvätern gibt es so unendlich viele Worte, die von solcher Erinnerung sprechen, dass ich gar nicht erst den Versuch machen will, auch nur einige davon zu nennen.
Doch aus der „Memoria“ erwächst die „Eucharistia“ – die Danksagung. Aus dem Gedenken kommt der Dank. Denken und Danken sind die zwei Seiten der selben Münze; beides kommt aus dem gleichen Wortstamm.

Wenn wir am 29. April in unserer Pfarrgemeinde Erstkommunion feiern und eine Woche später der Weihbischof Dr. Matthias Heinrich zu uns kommt, um Jugendlichen das Sakrament der Firmung zu spenden, dann sind dies zwei wichtige Anlässe, die auch uns mit Dankbarkeit und Freude erfüllen müssten, weil auch ein jeder von uns durch Taufe und Firmung in die Nachfolge Jesu gerufen ist.Unsere „große Schwester im Glauben“ – die Gottesmutter Maria, möge uns gerade im Monat Mai anregen, das Loblied auf ihren Sohn – das Magnificat dankbar und froh zu singen.

Ihr Pfarrer Eberhard Kort

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