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Liebe Leserinnen und Leser,

Liebe Leserinnen und Leser,

gute Gedanken und Impulse, die man ndet, bereichern nicht nur einen selbst, sie sind auch dazu da, dass sie weitergegeben werden, um möglichst viele daran teilnehmen zu lassen und sie zu erfreuen. So fand ich Anfang Juli im Kloster Marienerode bei Hildesheim, dem Ziel unserer diesjährigen Konventfahrt, auf meinem Zimmer nicht nur einen Willkommensgruß der Hausleitung, sondern auch zwei bemerkenswerte Texte, die zum Nachdenken anregen.

In einem Brief des Hl. Bernhard von Clairvaux an Papst Eugen III. heißt es: Gönne dich dir selbst! Wenn du dein ganzes Leben und Erleben völlig ins ‚Tätigsein‘ verlegst und keinen Raum mehr für Besinnung vorsiehst, soll ich dich da loben? Darin lob ich dich nicht. Wenn du ganz und gar für alle da sein willst, nach dem Beispiel dessen, der allen alles geworden ist, lobe ich deine Menschlichkeit – aber nur, wenn sie voll und echt ist.Wie kannst du aber voll und echt Mensch sein, wenn du dich selbst verloren hast? Auch du bist ein Mensch. Damit deine Menschlichkeit allumfassend und vollkommen sein kann, musst du also nicht nur für alle anderen, sondern auch für dich selbst ein aufmerksames Herz haben. Wenn also alle Menschen ein Recht auf dich haben, dann sei auch du selbst ein Mensch, der ein Recht auf sich selbst hat.

Warum sollest einzig du selbst nichts von dir haben? Wie lange noch schenkst du allen anderen deine Aufmerksamkeit, nur nicht dir selber? Denk also daran: „Gönne dich dir selbst!“

Ich sage nicht: Tu das immer, ich sage nicht, tu das oft, aber ich sage: tu es immer wieder einmal. Sei, wie für alle anderen auch, für dich selbst da, oder jedenfalls, sei es nach allen anderen.In diesem Zusammenhang gibt uns auch der Kirchenlehrer Augustinus zu bedenken: „Im Menschen lebt eine Sehnsucht, die ihn hinaustreibt aus dem Einerlei des Alltags und aus der Enge seiner gewohnten Umgebung. Doch alles Neue, dass er unterwegs sieht, kann ihn niemals ganz erfüllen. Seine Sehnsucht ist größer. Im Grunde seines Herzens sucht er ruhelos den ganz Anderen. Und alle Wege, zu denen der Mensch aufbricht, zeigen ihm an, dass sein ganzes Leben ein Weg ist, ein Pilgerweg zu Gott.“Dieser Pilgerweg des Lebens möge auch für Sie täglich von Gott gesegnet sein.

Ihr Pfarrer Eberhard Kort

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